Ja, nun war auch ich endlich mal in "Avatar", dem riesigen Erfolg von Regisseur James Cameron ("Terminator 1+2", "True Lies", "Titanic", "Aliens" etc.) .
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Ein beeindruckender Film, besonders in visueller Hinsicht. Der Planet Pandora, auf dem die Handlung spielt, ist ein Paradies voll fantastischer Pflanzen und Tiere. Nicht ganz mithalten mit der Kreativität der Effektabteilung kann jedoch das Drehbuch. Die Handlung kommt sehr bekannt vor: Soldat soll helfen, Ureinwohner zu unterwerfen und auszubeuten. Soldat wird "undercover" in den Stamm eingeschleust. Soldat lernt, die Ureinwohner zu respektieren und verliebt sich in eine von ihnen. Soldat schlägt sich auf die Seite der Ureinwohner. - Und so weiter und so fort. Derartige Geschichten (oder Teile davon) kennt zu genüge, von "Pocahontas" über "Der mit dem Wolf tanzt" bis hin zu "Last Samurai". Besonders beliebt ist der Aspekt des Undercover-Ermittlers, der anfängt, mit seinen Gegenspielern zu sympathisieren und dann, nachdem er sich offenbart und zunächst verstoßen wurde, ihnen wieder anschließt und ihnen hilft.
James Cameron schafft es aber, diese altbekannte Handlung so schick, aufwendig und mitreissend zu verpacken, dass man dieses Story-Recycling gern übersieht.
Die menschlichen Darsteller sind grundsolide, besonders erwähnenswert ist allerdings nur Sigourney Weaver, die die beste Rolle bekommen hat und Humor und Charisma verbreitet. Die computergenerierten Darsteller sehen etwas gewöhnungsbedürftig aus und zu keinem Zeitpunkt kam bei mir die Illusion auf, etwas anderes als Computergrafik vor mir zu sehen (besonders die Mimik wirkt noch wenig überzeugend). Dennoch sind die Navi ordentlich gestaltet.
"Avatar" ist ein empfehlenswerter Film für Leute, die nicht immer revolutionäre neue Story-Ideen erwarten.
Ich vergebe 8,0 von 10 Punkten.
