Jetzt im Kino: Roland Emmerichs "2012"
Gestern war ich im Kino, in Emmerichs neuestem Effektfeuerwerk „2012“. Ich hatte nicht mehr als solides Popcorn-Kino erwartet, bekam aber den Actionkracher dieses Jahres, vielleicht sogar der letzten paar Jahre.
Während Michael Bay noch lernen muss, dass es nicht reicht, einfach eine Explosion an die nächste zu hängen, merkt man bei Emmerich durchaus ein Talent dafür, wie man eine Actionszene nicht nur effekttechnisch beeeindruckend, sondern auch spannend und mitreißend inszeniert.
Klar, „2012“ ist in erster Linie ein monumentales Effektmonster, aber eines, von dem man keine Kopfschmerzen bekommt, sondern höchstens Kieferstarre, weil man vor lauter Staunen den Mund nicht zukriegt. Neben den Actionszenen überzeugen auch die Darsteller wie John Cusack, Woody Harrelson und Danny Glover. Gleiches gilt für die Charaktere die sie spielen und deren Überlebenskampf in einer spektakulär zugrunde gehenden Welt. Manchmal wird im zwischenmenschlichen Bereich etwas oft auf die Tränendrüse gedrückt, aber wenn ich den Weltuntergang miterleben müsste, würde ich wahrscheinlich auch etwas rührselig werden und jedem sagen, wie sehr ich ihn liebe. ;-)
Die drei Stunden Laufzeit verfliegen nur so und ich habe lange nicht mehr so großartige Leinwandunterhaltung erlebt wie bei diesem Film.
Wer nicht zu diesen Pseudo-Intellektuellen gehört, die sich darin gefallen, alles, was irgendwie unrealistisch ist, anzukreiden und wie ich zu den Fans typischen Hollywood-Kinos gehört, wird einen Heidenspaß erleben.
Ich verleihe 9 von 10 Punkten.
Weitere Informationen:
Dt. Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/2012_(Film)
Offizielle dt. Website: http://www.2012derfilm.de/index.html